Glaube und Leben

Wie wir leben, zeigt sich beispielhaft im Gottesdienst der Kirchengemeinden, an den Festen im Kirchenjahr und in den kirchlichen Feiern anlässlich besonderer Ereignisse im Leben, den sogenannten "Amtshandlungen" wie Taufe oder Trauung.

Gebet

Wir leben unseren Glauben aber auch in den vielfältigen Diensten, die in der Kirche füreinander und für Menschen mit den verschiedensten Bedürfnissen geleistet werden.

Grundsätzliches zu gottesdienstlichen Feiern finden Sie hier.

Einen sehr guten ersten Überblick über alle Bereiche christlichen Lebens vermittelt auch die Website der Evangelischen Kirche in Deutschland http://www.evangelisch-das-ganze-leben.de/.

 

Die Taufe, die Konfirmation, die Trauung und die Beerdigung. Stationen des Lebens, an denen Menschen sehr klar die Kirche wahrnehmen.

Dass Kirche noch mehr kann, ist nicht jedem deutlich. Umso wichtiger ist es den Machern des Internetangebotes http://www.evangelisch-das-ganze-leben.de/ hierfür zu werben.

Auf dieser Webseite berichten Menschen, wie die Kirche in den verschiedenen Phasen ihres Lebens, von der Geburt bis zum Tod, eine Rolle spielt. Eine ältere Frau erzählt von Besuchen in der Diakonischen Altenbegegnungsstätte und von Fernsehgottesdiensten, die sie sich regelmäßig ansieht. Eine junge Mutter erzählt, warum sie mit ihrem Sohn eine Krabbelgruppe besucht. Teens kommen zu Wort und ebenso Menschen mittleren Alters.

Es werden kirchliche Einrichtungen vorgestellt, zum Beispiel die Telefonseelsorge und Hospize. Anhand von weiteren Beiträgen kann man sich über religiöse Themen informieren. Diese Website wirbt zeitgemäß für das, was die Evangelische Kirche zu bieten hat. Eine Erweiterung in einem nächsten Schritt um die sozialdiakonischen Arbeitsfelder der Kirche würde verdeutlichen, dass sie auch im Alltag von benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen eine große Rolle spielt. Denn Kirche hilft allen Menschen dabei, das Ganze zu leben.

Christen in der Gesellschaft

Christen leben mitten in der Gesellschaft, sind Teil von ihr und bilden sie mit. Es gehört zum Wesen des christlichen Glaubens, sich für die fernen und nahen Nächsten und für die Schöpfung Gottes einzusetzen. Darum gibt es vielfältige christliche Initiativen und Aktionen für ein besseres Miteinander, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Christ-Sein am Beginn des 21. Jahrhunderts

Anlässlich der Jahrtausendwende hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg gefragt, worin wir vor allem anderen den Inhalt des Evangeliums sehen, das wir unseren Mitmenschen weitersagen wollen. Das Ergebnis sind zehn Sätze, in denen so knapp wie möglich formuliert wird, was uns an unserer Existenz als Christen und an der Gemeinschaft in unserer Kirche heute und morgen wichtig und kostbar ist:

  • Christen vertrauen auf Gott, den Schöpfer allen Lebens. Bei ihm suchen sie Wahrheit und erfülltes Leben. Ihr Glaube befähigt zu einem Leben, in dem die Hoffnung größer ist als die Angst.
  • Christen halten sich zu Jesus Christus. Sein Leben ist Gottes Liebeserklärung an die Welt. Auch angesichts von Bedrohungen vielfältiger Art ist der christliche Glaube lebensbejahend und menschenfreundlich.
     
  • Christen hoffen auf Gottes lebendigen Geist. Er bewegt und erneuert. Er macht frei. Darum treten Christen dafür ein, dass nichts Menschliches vergöttert wird - weder Rasse noch Nation, weder Fortschritt noch Erfolg, weder Leistung noch Macht noch Gewinn.
     
  • Christen halten daran fest, dass alle Menschen als unverwechselbare Geschöpfe Gottes geachtet werden. Kein Mensch ist mit seinen Taten oder Untaten, mit seiner Leistung oder seinen Fehlleistungen gleichzusetzen. Das ist der Kern aller Menschlichkeit in der Gesellschaft.
     
  • Christen können Schuld bekennen und um Vergebung bitten. Darin gründet ihre Freiheit. Aus dieser Freiheit fließt die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
     
  • Christen vertrauen darauf, dass Gottes Liebe sie über den Tod hinaus trägt und ihrem Leben Sinn gibt, auch wenn ihr Weg durch Krisen und Leiden führt. Sie erwarten die neue Welt Gottes und mit ihr die Antwort auf ungelöste Fragen.
     
  • Christen wollen zur Achtung unter den Menschen, zur Gerechtigkeit  und zum Frieden beitragen. Sie setzen sich für ein gerechtes Miteinander von Frauen und Männern, von Jungen und Alten ein. Sie widersetzen sich der wachsenden Ungleichheit in der einen Welt.
     
  • Christen leben vom Erbarmen Gottes. Darum treten sie für Rücksicht gegenüber Schwächeren und Recht von Fremden ein. Sie unterstützen Chancen eines Neuanfangs für die, die schuldig geworden sind oder sich verrannt haben.
     
  • Christen wissen sich als Teil von Gottes Schöpfung. Sie bemühen sich, pfleglich mit ihrer natürlichen Umwelt umzugehen. Sie tragen Sorge für die Umwelt der nachfolgenden Generationen.
     
  • Christen sind angewiesen auf die Gemeinschaft in der Kirche. In der    Begegnung mit der christlichen Botschaft finden sie Rückhalt und Orientierung im Leben und im Sterben. Diese Botschaft weiterzusagen, sind sie beauftragt. Die Kirche bietet allen Menschen Raum für Stille und Besinnung, für Feier und Aktion, Begegnung und Dialog.

 

Quelle: EKBO
Bildquelle: ImagePoint.biz