

Gedanken zum Himmelfahrtstag
Weißt du, wo der Himmel ist?
Weißt du wo der Himmel ist? – Wer ein einfaches Weltbild hat, antwortet vielleicht: Na, klar: Hier unten ist die Erde. Und da oben ist der Himmel.
Geistliches Wort zu Ostern - 08.04.2012
Ostern: ein Fest zwischen Tod und Leben
Stärker könnte der Gegensatz gar nicht sein: Zwischen Leben und Tod spielt sich alles in dieser Woche ab, der so genannten Karwoche. „Kar“ – dieses uns fremde Wort kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Kummer“, „Leid“ und „Trauer“. Diese Gefühle waren alles beherrschend für die Menschen, die sich vor knapp 2000 Jahren mit einem galiläischen Wanderprediger namens Jesus von Nazareth auf den Weg gemacht hatten. Er hatte ihnen eine ganz neue Sicht auf ihr Leben gegeben, neue Hoffnung, neue Perspektiven. Doch nun war er tot, bis zum Äußersten gequält und gestorben am Kreuz – der Sohn Gottes.
Gedanken zum Tag - Karfreitag, 06. April 2012
Todgeweiht und doch gerettet
Es ist der 29. Juli 1941 im Konzentrationslager Auschwitz. Ein Häftling soll geflohen sein. Der damalige Lagerkommandant Karl Fritzsch lässt die Gefangenen antreten und verkündet ihnen, daß für den Geflohenen 10 andere Männer als Geiseln im Hungerbunker ums Leben gebracht werden sollen. Fritzsch sucht die Geiseln aus. Darunter ist auch Franciszek Gajowniczek. Dieser wirft sich flehend dem Kommandanten vor die Füße und bittet um Gnade; denn er habe Frau und Kinder. Aber Gnade in Auschwitz?! Für die Menschen dort ist doch der Tod Programm. So bleibt auch Fritzsch hart. Tod jetzt. Da tritt plötzlich Maximilian Kolbe, ein katholischer Priester vor und bittet, für Gajowniczek sterben zu dürfen, damit dieser leben kann.
Silvester
Die Bilanzen sind gezogen. Viele Geschäfte haben ihre Inventuren hinter sich. In den öffentlichen Jahresrückblicken wurde noch einmal genannt und gezeigt, was die Welt bewegte. Krisen, Kata-strophen, Unglücksfälle nehmen darin den breiteren Raum ein. Dann heißt es wieder, das Jahr habe es in sich gehabt. Diese Formulierung ist in der Regel als negatives Urteil zu verstehen. Was schockiert und ängstigt, war schon immer spektakulärer. Es brennt sich tiefer ins Gedächtnis und hat geradezu verdrängende Wirkung. Wenn da auch noch persönliches Pech und erlebter Kummer hinzukommen, wollen viele nur noch nach vorn, nicht mehr zurückschauen. Zehn, neun, acht … – mit Vergnügen wird das vergehende Jahr in den letzten Sekunden „ausgezählt“. Dann knallen die Korken – und nicht nur die. Das Alte ist abgehakt.
Sonntag - 27.11.2011 - 1. Advent
Erster Adventssonntag; die Vorweihnachtszeit beginnt mit all dem Schönen und Geheimnisvollen, das uns Erwachsene fast so gefangen nimmt wie die Kinder. Warum freuen sich die Kinder so sehr auf Weihnachten? Vielfach unbändig, wie es im Kindergarten zu beobachten ist. Die Antwort ist nicht schwer: Sie hoffen auf Geschenke. Sie erinnern sich vielleicht an das letzte schöne Weihnachtsfest, an den geschmückten Tannenbaum, vielleicht an das Krippenspiel in der Kirche, an die Flötenmusik der Kinder und dass die Erwachsenen endlich einmal Zeit hatten und mit ihnen spielten. Es ist einfach schön, wenn man das Festlich-Außergewöhnliche sehen, riechen, schmecken, hören und fühlen kann.
Ewigkeitssonntag - 20.11.2011
Ewigkeitssonntag – mit diesem Sonntag beginnt die letzte Woche des Kirchenjahres. In den Gottesdiensten zünden wir Kerzen an und nennen die Namen derer, die gestorben sind in den zwölf vergangenen Monaten.
Fantasie
Mehr Fantasie für den Frieden
Bei der BAMBI- Verleihung in der vergangenen Woche erhielt Hauptfeldwebel Ralf Rönkendorf den Sonderpreis. Er ist Soldat in der Bundeswehr und wurde während eines Einsatzes in der Nähe von Kundus in Afghanistan schwer verletzt. Dabei hat er einen Kameraden gerettet. Er setzte sein Leben aufs Spiel und verlor sein Augenlicht.
Reformationstag
Wort zum (Sonntag) Reformationstag 31.10.2011
geschrieben von Pfarrer Volker Homa
Aufmerksame Brandenburger werden sich vielleicht wundern, dass in unserem Bundesland der 31. Oktober ein arbeitsfreier Feiertag ist. Nein - das hat nichts mit Halloween zu tun, sondern mit dem Ereignis, das vor 494 Jahren zu einer tiefgreifenden Veränderung im Denken und Leben der Menschen geführt hat: 1517 - der Anschlag der 95 Thesen Martin Luthers an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Hauptziel der Kritik Luthers war der Ablasshandel seiner Kirche. Die Menschen damals zu seiner Zeit waren sich dessen bewusst, dass wir vor Gott, vor der letzten Instanz, nicht gerecht sind und nicht vor Ihm bestehen können.
Betrachtung zum Pfingstfest
Herzlichen Glückwunsch, Kirche!
Liebes Geburtstagskind! Jedes Jahr an Pfingsten wird dein Geburtstag gefeiert. Weltweit treffen sich in diesen Tagen deine Freunde in großen und in kleinen Gruppen. Sie blicken zurück auf dein bewegtes Leben. Immerhin sind das schon mehr als 2000 Jahre. Sie erzählen sich von den stürmischen Zeiten deiner Geburt und von der Begeisterung der ersten Christengemeinden.
Gedanken zu Himmelfahrt
Christi Himmelfahrt ist ein kirchliches Fest, dessen Bedeutung nur noch wenigen Menschen bekannt ist und für noch weniger Menschen vorstellbar.
Das Gefühl, dass man mit einem Feiertag nichts anfangen kann, ist offenbar so unangenehm, dass wir lieber schnell etwas anderes drüberlegen, um das nicht zu merken. Und so feiert man an Christ Himmelfahrt, oder manchmal auch statt Christi Himmelfahrt, dann lieber Vatertag, Herrentag und Männertag.